Schlafregression – 10 Tipps zur Bewältigung

Schlafregression? Ein Wort das man zuvor noch nie gehört hat. Erst, wenn dein Baby oder Kleinkind plötzlich beginnt schlechter zu schlafen wird man damit konfrontiert und liest wahrscheinlich das erste mal davon und beginnt sich Gedanken zu machen.

Lässt sich dein Baby tagsüber schlechter beruhigen? Ist es plötzlich in seiner Entwicklung wieder etwas hinten nach? Eventuell steckt dein Baby mitten in einer der 5 Schlafregressionsphasen.  

Schlafregressionen treten typischerweise in der Nähe von 4 Monaten, 8 Monaten, 12 Monaten, 18 Monaten und 24 Monaten statt und fallen oft mit dem großen Meilensteine wie z.B. Laufen oder kognitive Entwicklungsschüben zusammen. In diesen Phasen ist das Gehirn eures Kindes vor allem in der Nacht, so sehr mit der Verarbeitung dieser neu erlernten Bewegungsabläufe beschäftigt, dass deren Schlaf oberflächiger und unruhiger wird. 

Dir wird auffallen, dass dein Baby erlerntes am nächsten Tag andauernd probieren wird und die neuen Fähigkeiten perfektionieren wird.  

Während so einer Phase ändert sich viel im Gehirn vom Kind, sie erfahren große mentale und physiologische Veränderungen. So schlimm sich das auch anhört, es ist etwas sehr positives. Es bedeutet, dass dein Kind sich gut entwickelt, wächst und in der Lage ist neue Sachen zu lernen und sich seiner Umgebung immer mehr bewusst wird.  Darauf kann man dann auch Stolz sein! 

10 TIPPS ZUR BEWÄLTIGUNG

Wichtig ist es, diese Phase ohne viel Stress bewältigen zu können. Darum hier ein paar Tipps um durch diese Entwicklung zu kommen.

1. Ruhe bewahren

Bedenkt, dass euer Baby mit eurem Limbischen System verbunden ist und somit eure Stimmungen und Gefühle die eures Kindes beeinflussen. Und wenn ihr Angst bzw. Stress bekommt, “es nicht zu schaffen”, überträgt sich dieser auf euer Baby.  – also ruhig bleiben und annehmen. Auch die anstrengensten Wochen gehen vorbei.  

2. Schlaf und Wachzeiten

Versucht tagsüber die Schlafzeiten so gut es geht beizubehalten.  Mit der Zeit werden die Schlafzeiten natürlich kürzer aber es sollte dennoch wichtig sein, einen Rhythmus zu bei zu behalten.

3. Regelmäßigkeit

Die Crux an diesen Entwicklungstabellen ist, dass sie einerseits Sicherheit vermitteln, aber bei Abweichungen auch die Ängste von uns Eltern verstärken. Dabei verlieren Eltern immer wieder den ganz individuellen Entwicklungsplan ihres Kindes aus den Augen. Babys brauchen regelmäßig und somit auch tagsüber ihren Schlaf, ihr Gehirn verbraucht sehr viel Energie bei der Verarbeitung der neu gewonnenen Eindrücke und nicht zuletzt für die Aufrechterhaltung der körperlichen Lebensfunktionen.  

4. Hunger stillen

Wachstumsschübe machen hungrig – Vermutlich wird dein Kind während den Wachstumsschüben einen größeren Hunger haben. Vor allem Kinder, die gestillt werden, wollen ihren erhöhten Energiebedarf bzw. Hunger auch nachts öfter stillen. Es wird sich aber alles wieder einpendeln.

5. Abdunkeln

Das Kinderzimmer ist am besten gut abgedunkelt, damit wird das Schlafhormon Melatonin produziert, was das Einschlafen und Durschlafen fördert. 

6. Rituale

Sorge für ein gutes Ritual vor dem schlafen gehen, wiederhole es bei jedem Schläfchen. Nehmt euch Zeit dafür, damit dein Baby/Kind sich gut entspannen kann. 

7. Hilfsmittel

Viele Kinder mögen White Noise beim Einschlafen, dieses Geräusch hilft andere Geräusche auszufiltern. Andere brauchen ein Kuscheltier oder etwas, was nach Mama oder Papa riecht. Probiert euch aus, was bei euch am Besten funktioniert.

8. Umgebung

Lass dein Kind so viel wie möglich in sein eigenes Bettchen schlafen, so wird es das Bett automatisch mit Schlaf verbinden. Natürlich ist Einschlafbegleitung für Babys sehr wichtig. Also bleibe dabei und gib deinem Baby Sicherheit. 

9. Nähe

Schenke deinem Baby auch tagsüber viel Zuneigung. In diesen Phasen brauchen Babys mehr Nähe denn je. Wenn sie sich über den Tag verteilen viel Nähe und Liebe holen, sind die Nächte oft etwas leichter. 

10. Tragen

Eine gute Trage erleichtern euer beider Leben in solch schwierigen Phasen ungemein. Tagsüber habt ihr alle Hände frei um euren gewohnten Tagesablauf nachzugehen und euch gleichzeitig um euer Baby zu kümmern. 

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