Was ist in einer Schwangerschaft erlaubt und was verboten

 

Was darf man wirklich nicht?

Sobald du Schwanger bist trifft dich eine Welle an Verboten. Das Alkohol und Zigaretten ab sofort TABU sind sagt einem ja schon der Hausverstand aber wie sieht es mit Sport, rohem Fisch oder dem Haare färben aus? Sind diese Dinge wirklich schädlich für mein Kind?

 

Wir haben hier einige Punkte für euch aufgelistet:

Kaffee / Schwarzer Tee
Eine Tasse Kaffee oder Schwarztee, um den Kreislauf am Morgen in Schwung zu bekommen ist sicher kein Problem. Exzessiver Kaffeegenuss hingegen ist nie gesund, insbesondere nicht in der Schwangerschaft. Alles mit Maß und Ziel! Koffeinfreier Kaffee wäre eine gute Alternative.

Cola, Soft-Drinks
Solche Getränke können zwar in kleinen Mengen getrunken werden, gerade für werdende Mütter ist es jedoch empfehlenswert, Wasser und aufgespritzten Säften den Vorzug zu geben. Herkömmliche Softdrinks sind sehr zuckerhaltig. Bei bestehenden Gewichtsproblemen sollte auf diese unnötige “Kalorienbombe” sowieso besser verzichtet werden.

Rohe Eier
In der Schwangerschaft sollten Frauen auf rohe Eier verzichten. Diese gehen mit der Gefahr einer Salmonelleninfektion einher welche Bauchkrämpfe, Erbrechen und wässrigen Durchfall auslösen kann.

Rohes Fleisch, Wurst und Fisch
Wegen der Infektionsgefahr mit Toxoplasmose sollte auf jegliche Art von rohem Fleisch, roher Wurst und rohem Fisch besser verzichtet werden.

Mozzarella oder Camembert
Von Rohmilchprodukten, wie Weich- und Schmierkäse wird in der Schwangerschaft eher abgeraten, weil dadurch eine Infektion mit Listerien möglich ist. Zwar ist das Risiko für eine Ansteckung sehr gering, wenn es aber doch zu einer kommt, kann diese schwere Folgen für das ungeborene Kind haben.

Haare färben
Haare färben mit chemischen Stoffen ist in der Schwangerschaft nicht ideal, da die werdende Mutter versuchen sollte möglichst wenige Chemikalien in den Körper aufzunehmen. Mittlerweile gibt es aber natürliche Alternativen, die einige Friseure anbieten.

Sport und Freizeit
Durchaus positiv kann sich Sport und Freizeitvergnügen in gemäßigter Form auf die Schwangerschaft auswirken. Man sollte sich vor allem im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel nicht mehr überlasten und Verletzungsrisiken nach Möglichkeit minimieren.

Laute Musik, Konzerte
Dein Kind hört zwar mit, allerdings ist es vor starker Lärmbelastung recht gut geschützt. Unter Umständen ist es dennoch eher ungünstig, sich ins dichteste Gedränge bzw. direkt neben den Bass Lautsprecher zu stellen und dem Kind unnötigen Stress auszusetzen.

Fliegen
Flugreisen sind auch während der Schwangerschaft grundsätzlich möglich und erlaubt.
Bei Langstreckenflügen ist darauf zu achten, dass die Schwangere über ausreichende Beinfreiheit verfügt, um die Beine strecken sowie die Füße heben und senken zu können. Da langes Sitzen zu einer Erhöhung der Thrombosegefahr – welche bei Schwangeren grundsätzlich etwas erhöht ist – beiträgt, sollte auf Bewegung zwischendurch geachtet werden. Darüber hinaus ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Ab der 28. bis 34. Schwangerschaftswoche wird von manchen Fluglinien im Vorfeld ein ärztliches Attest verlangt, und hochschwangere Frauen werden meist nach der 36. Schwangerschaftswoche nicht mehr befördert – eine (Früh-)Geburt im Flugzeug ist für alle Beteiligten kein Spaß. Kommt es während der Schwangerschaft zu Komplikationen, so sollte eine Flugreise auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen und die Notwendigkeit hinterfragt werden.

Schifffahrt
Gegen eine Kreuzfahrt ist grundsätzlich nichts einzuwenden, je nach Reiseziel sind jedoch, wie bei allen Fernreisen, alle nötigen Vorkehrungen hinsichtlich Impfschutz und Infektionsprophylaxe zu treffen.

Impfungen
Manche Impfungen, wie zum Beispiel die Grippe-Impfung, sind in der Schwangerschaft empfohlen. Andere wiederum nicht – am besten man berät sich mit dem betreuenden Gynäkologen oder Hausarzt welche Impfung wann am besten stattfinden sollte, insbesondere vor Fernreisen bitte früh zu planen beginnen!

Tauchen
Vom Tauchen in der Schwangerschaft wird generell abgeraten, da die Sauerstoffkonzentration im Blut schwankt. Daher kann es passieren, dass die Versorgung des Babys im Bauch nicht immer optimal ist. Besser an der Oberfläche bleiben und gemütlich schnorcheln. Am besten aber erst nach der 12 Schwangerschaftswoche.

Massagen
Gegen eine Massage in der Schwangerschaft spricht nichts, wenn sie von einem erfahrenem Masseur oder einer erfahrenen Masseurin durchgeführt wird. In der Mitte der Schwangerschaft wird oft bei Müdigkeit und Erschöpfung eine -den Kreislauf anregende Behandlung- durchgeführt. Gegen Ende der Schwangerschaft wird gerne mit Entspannungsmassagen auf das bevorstehende Ereignis der Geburt hingearbeitet.
Hinweis: Es gilt aber das sogenannte „Vena cava Syndrom“ zu vermeiden. Dieses entsteht bei Rückenlage der werdenden Mutter durch Druck der Gebärmutter auf die großen Blutgefäße im Bauchraum. Dadurch kommt es zu einem verminderten Blutrückfluss zum Herzen und der Frau wird dadurch schwindlig und übel. Daher Massagen nur in Seitenlage!

Sauna
Frauen, die vor der Schwangerschaft viel in die Sauna gegangen sind, können mit gemäßigten Temperaturen gerne weiter machen. Aber Achtung, der Kreislauf ist viel labiler als früher, deshalb viel trinken und niedrigere Temperaturen wählen. Ein Schwindelgefühl oder ein kurzes “Schwarz vor den Augen werden” sind Anzeichen eines Kreislaufkollaps und sollten in der Schwangerschaft nicht auftreten! Das ist ein Zeichen, dass der Körper diese Temperaturen gerade nicht verträgt!

Katzen
Achtung! Toxoplasmose wird durch Kontakt mit Katzen übertragen. Nach dem Streicheln einer Katze immer Hände waschen und das Reinigen des Katzenklos besser anderen Personen überlassen. Verzichtet während der Schwangerschaft auf Schmusen und allzu engen Kontakt.

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Betäubungsspritze beim Zahnarzt
Zahnpflege in der Schwangerschaft ist sehr wichtig! Entzündetes Zahnfleisch erhöht, durch Keime die auf diesem Weg in die Blutbahn kommen, das Risiko für eine Frühgeburt. Daher regelmäßig zum Zahnarzt gehen! Sollte eine Narkose nötig sein, kann man diese ruhig bekommen.

Medikamente & medizinische Anwendungen
Medikamente sollten in der Schwangerschaft nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Eine Behandlung sollte immer unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Der Arzt trifft eine individuelle Nutzen-Risiko Abwägung und führt eine Beratung bezüglich Fehlbildungen durch. Die Dosierung sollte immer so niedrig wie möglich gehalten werden.

Sex
Was der Mama gut tut ist meistens auch gut für das Baby. Das bedeutet, dass die Glückshormone beim Sex auch zum Kind gelangen. Bei Blutungen, vorzeitigen Wehen sowie, wenn bekannt ist, dass der Mutterkuchen über oder in der Nähe des inneren Muttermundes liegt, heißt es aufpassen und lieber auf Sex verzichten, denn es könnte zu gefährlichen Blutungen kommen.

Slipeinlagen
Slipeinlagen sind auch während der neun Monate verwendbar, doch sollten es Produkte ohne Plastikeinsatz sein, da aufgrund mangelnder Luftdurchlässigkeit ansonsten Hitze- und Feuchtigkeitsstau auftreten, wodurch in manchen Fällen Scheideninfektionen begünstigt werden.

Tampons
Tampons sollten während der Schwangerschaft nicht benutzt werden. Diese trocknen die Scheide aus, wodurch mitunter Infektionen gefördert werden. Ausnahme: Schutztampons im Hallenbad/in der Therme , von welchen sich jedoch auch gerade in der Schwangerschaft kein zuverlässiger Schutz vor möglichen problematischen vaginalen Infektionen erwartet werden sollte.

Seife, Intimlotionen
PH-neutrale Seifen kann man zur Hygiene verwenden, auf die oft übertriebene Anwendung diverser (meist nutzloser) Intimlotionen sollte jedoch, um das normale, gesunde Scheiden-Milieu zu erhalten, verzichtet werden.

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