Nabelschnurblut zur Geburt einlagern

“Nabelschnurblut sichert die Gesundheit der eigenen Kinder” – das sagen zumindest die Firmen, welche die private Einlagerung anbieten. Was dahinter steckt und ob das alles so stimmt, darüber haben wir uns etwas mehr informiert.

Heutzutage ist Nabelschnurblut aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Zur hauptsächlichen Anwendung kommt jenes Nabelschnurblut, das von fremden Spendern stammt. Verbunden ist die Spende allerdings mit extrem hohen Kosten.

Kaum ein menschliches Organ wird so unterschätzt wie die Nabelschnur. Oft wird die Nabelschnur am Bauch des Neugeborenen als überflüssig angesehen. Sie wird durch­trennt und die Eltern können endlich ihr Baby in die Arme neh­men. Kaum ein menschliches Organ wird in seiner Bedeutung so unterschätzt wie die Nabelschnur. Diese “Schnur” ist ein Wunderwerk der Natur. Ein schützendes Häutchen umgibt festes Bindegewebe, in die drei Blutgefäße eingebettet sind: zwei Arterien und eine Vene. Natürlich hat die Nabelschnur nach der Geburt keine Aufgabe mehr, aber trotzdem bleibt die Nabelschnur auch nach der Abtrennung ein wertvoller Fundus für das künf­tige Leben des Neugeborenen. Sowohl Blut als auch Gewebe enthalten junge, vitale Stammzellen, die sich einfrieren lassen und selbst nach vielen Jahren möglicherweise lebensrettende Rohstoffe bilden.

Schwangere Frau

Erstmals ein paar Fakten: Stammzellen leisten einen wichtigen Beitrag bei der Behandlung onkologischer Erkrankungen. Krebs kann zwar so nicht besiegt werden aber ist wichtig für den Aufbau des zerstörten Knochenmarks. Auch im Bereich der Regenerativen Medizin können sich dank der Stammzellenspende neue Möglichkeiten bieten. Beim Typ-1-Diabetes, Hirnschädigungen und viele andere Erkrankungen kann mit Hilfe von Stammzellen therapiert werden.

Welche Gründe sprechen für die Einlagerung von Nabelschnurblut?
  • In der Klassischen Therapie, bei Heilversuchen und Studien wird das Nabelschnurblut schon erfolgreich angewendet.
  • Die Zellen aus Nabelschnurblut sind Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Behandlungsverfahren.
  • Das eigene Nabelschnurblut ist immer für zum Einsatz bereit
  • Nabelschnurgewebe kann auch innerhalb der Familie helfen.

 

Was das eigene Nabelschnurblut bisweilen noch nicht kann:
  1. Nicht anwendbar bei Leukämien im frühen Kindesalter

    Leider kann Blutkrebs schon sehr früh entstehen. Schlechte Vorläuferzellen können sich allerdings direkt bei der Geburt in der Nabelschnur befinden. Daher nutzen Ärzte lieber Nabelschnurblut von fremden Spendern.

  2. Keine Heilung von Erbkrankheiten

    Die Stammzellen des Nabelschnurbluts tragen das gleiche Erbgut wie alle anderen Körperzellen und dazu gehören auch vererbte Mutationen und Defekte. Sie eignen sich daher nicht für die Behandlung von Erbkrankheiten.

  3. Nur bedingt für Erwachsene

    Die Nabel­schnur enthält nur wenig Blut. Das reicht für die Behandlung von Kindern, aber für ältere Teenager oder junge Erwachsene ist es in der Regel zu wenig. Diese brauchen meist noch einen zusätzliche Spender.

Die Kosten für die Zelleinfrierung liegt im Bereich von 990€- knapp 5000€. Für mehr Informationen, findet man genug Anbieter, welche auch persönliche Gespräche vorab anbieten.

Wir haben uns für unsere Kinder dagegen entschieden. Einerseits aufgrund der Kosten und andererseits aufgrund der doch recht aufwendigen Vorbereitung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.